Julia Gerlach, “Zwischen Pop und Dschihad. Muslimische Jugendliche in Deutschland”
Ch. Links Verlag | 2006 | ISBN: 3861534045 | 256 pages | PDF | 4 MB
Die Anschläge von Fanatikern in New York, Madrid und London sowie »Ehrenmorde« und der Karikaturenstreit haben den Blick auf die Muslime verändert. Über den Islam herzuziehen ist auch in Deutschland inzwischen Mode geworden. Dabei will die überwiegende Mehrheit der Muslime mit Terror und Gewalt nichts zu tun haben und folgt ganz anderen Maximen.
In den vergangenen Jahren hat sich eine neue islamische Jugendbewegung gebildet, die sich als Gegenpol zu Al Qaida versteht: statt langer Bärte und Schleier trägt man Jeans und modische Kopftücher. Die Stars dieser Pop-islamischen Bewegung regen die Jugendlichen dazu an, sich in der modernen Gesellschaft zu behaupten, zu engagieren und zugleich die Regeln eines konservativen Islams zu befolgen. Julia Gerlach hat über Jahre in muslimischen Gruppen Deutschlands und der islamischen Welt recherchiert und zeichnet ein differenziertes Bild von der neuen Jugendbewegung und ihren politischen Vorstellungen.
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